Pressemitteilung

Neue Bewegung bei der Entsorgung von Munitionsaltlasten im Meer!

07.05.2021

Der Deutsche Bundestag hat in dieser Woche den Antrag „Verantwortungsbewusster Umgang mit Kampfmitteln in Nord- und Ostsee – Technologien der maritimen Wirtschaft nutzen“ der CDU/CSU- und SPD-Fraktion beschlossen. Mit diesem Antrag kommt nun Bewegung in die Entsorgung von Munitionsaltlasten, die seit dem Zweiten Weltkrieg in Nord- und Ostsee liegen. Zu diesem Beschluss erklärt die CDU-Bundestagsabgeordnete für Plön, Neumünster und Segeberg-Nord Melanie Bernstein MdB:

„Wir sind auf dem richtigen Weg! Mit diesem Beschluss haben wir einen großen und richtungsweisenden Schritt zu der Lösung des Munitionsproblems in Nord- und Ostsee gemacht. Die Munitionsreste sind schon seit langer Zeit ein großes Problem, mit dem ich mich seit Beginn meiner Arbeit im Deutschen Bundestag beschäftigte. Daher freut es mich ganz besonders, dass wir diesen Antrag im Deutschen Bundestag beschlossen haben.
Altmunitionsreste sind ein großes Sicherheitsrisiko und ein massives Umweltproblem. Der beschlossene Antrag „Verantwortungsbewusster Umgang mit Kampfmitteln in Nord- und Ostsee – Technologien der maritimen Wirtschaft nutzen“ betont die Verantwortung von Bund und Ländern, verweist aber auch auf die internationale Dimension, denn fast alle Ostseeanrainerstaaten haben mit diesem Problem zu kämpfen.
Wir setzen jetzt auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Entwicklungen bei der Räumung von Munitionsresten. Mit dem Bau einer schwimmenden Plattform können die Kampfmittel und Munitionsreste in Zukunft auf hoher See geborgen und unschädlich gemacht werden. Dieses Pilotprojekt ist ein toller Impuls und der Weg zu einer nachhaltigen Lösung.
Zudem fordert der Bundestag in dem Antrag die Erhöhung der bestehenden Entsorgungskapazität, um die Kampfmittelräumung in Nord- und Ostsee zu beschleunigen.“

Als Hintergrundinformation: Etwa 1,6 Millionen Tonnen Altmunition liegen allein in der deutschen Nord- und Ostsee. Sie ist der fortschreitenden Korrosion und den Gezeiten ausgesetzt. Die Munitionsreste geraten oft in Fischernetze oder werden an die Strände gespült. Somit sind Altmunitionsreste ein erhebliches Umweltproblem und ein schwer einzugrenzendes Sicherheitsrisiko. Außerdem sind sie ein Risiko und Hindernis für den Ausbau und die Entwicklung von Häfen, Kabeltrassen oder Offshore-Windparks.